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Stahuber Tradition seit 1750
Stahuber Tradition seit 1750

Stahuber
Tradition seit 1750

 

 

Essen bei Stahuber:
Essen bei Stahuber:

Essen bei Stahuber:
Bodenständig, aber mit Qualität!

 

 

Vielfältiges Raumangebot für Hochzeiten etc.
Vielfältiges Raumangebot für Hochzeiten etc.

Vielfältiges
Raumangebot für
Hochzeiten, Familien-
und Betriebsfeiern

Der Ursprung:

Die Kirche in Thal

 

Direkt angrenzend an unseren Landgasthof befindet sich das alte Kirchlein in Thal. Besonders interessant ist ihre Entstehungsgeschichte: 1256 ließ Herzog Ludwig II – »der Strenge« nach Verwechslung zweier Briefe seine Frau, Maria von Brabant, in Donauwörth hinrichten. Bald erkannte er sein Unrecht, machte strenge Buß­übungen, schickte eine Abordnung zum Papst nach Rom und bekam als Buße entweder eine Reise ins heilige Land zu unternehmen – oder ein Kloster eines strengen Bußordens mit zwölf Mönchen zu stiften. Ludwig II entschied sich für die Klostergründung.

In deren Folge kam es dann auch zum Kirchenbau in Thal, die erstmalig 1587 als Ziel einer Wallfahrt urkundlich erwähnt ist – über 2000 Pilger sollen zwischen Ostern und Michaeli nach Thal gekommen sein. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts fand achtmal im Jahr ein Schauerbittgang nach Thal statt und bis heute noch kommen die Gemeinden Holzham und Ginsham jährlich zum Wallfahrten nach Thal. Letztlich in Folge der Kirchen- und damit auch Ortsgründung von Thal übernahm 1750 Josef Stahuber von Kotter den Wirtschaftshof »Jagl«, direkt neben dem Kirchlein. Im Jahr 1870 baute Benno Stahuber das Haus in ein sogenanntes Itakahaus um. Auch heute noch ist dieser typische Baustil am Landgasthof Stahuber zu erkennen. Heute bewirtschaftet bereits die achte Generation der Familie Stahuber den Landgasthof.

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Landgasthof Stahuber:

Ein »Ithaka-Haus«

Es gab Zeiten, da war das Wort „Ithaker“ keine verunglimpfende Bezeichnung für Fremdarbeiter, sondern ein wertneutraler Begriff für die Herkunft:
Im sogenannten 70er Krieg des vorigen Jahrhunderts kamen italienische Kriegsgefangene in den oberbayerischen Raum und boten ihre Dienste nach ihrer Freilassung als „Baumeister“ an.
Die Häuser, die sie bauten bilden einen ganz eigenständischen Stil im Voralpenraum: Über den Fenstern Ziegelstürze und Ziegelreihen als Stockwerkabschluss - unverputzte Gebäude, größtenteils aus Tuffstein – entwickeln eine geradezu „toskanische“ und „mediterrane“ Anmutung. Die Baugeschichte des Landgasthofes Stahuber läßt sich sehr gut zurückverfolgen: 1870 fertiggestellt nach drei Jahren Bauzeit. Die verwendeten Tuffsteine wurden aus einem Steinbruch bei Glonn gewonnen, mit Pferdefuhrwerken direkt entlang dem Glonn-Ufer transportiert und dann im Winter auf Pferde-Schlitten verladen und nach Thal befördert. Im Sommer wurden dann die Steine auf das benötigte Maß zugeschlagen und verbaut – im Vergleich zu heutiger Bauweise ein fürchterlich mühseliges Geschäft und extrem langwierig – wird doch heute ein Haus binnen weniger Monate fertiggestellt! Das Ergebnis lässt sich aber bis heute sehen:
Der Landgasthof Stahuber.

 

 

1925 – das Unglücksjahr des Landgasthofs!

 

Es war Sommer. Alle Hofbewohner waren mit der Feldarbeit beschäftigt - wahrscheinlich war es eine Heu-Selbstentszündung. Auf jeden Fall brannte der Landgasthof Stahuber im Nu lichterloh. Sofort kamen Nachbarn zu Hilfe um zu retten, was zu retten war. Zeit um viel zu überlegen hatte man nicht: Es wurde einfach wahllos alles durch die Fenster auf den Hof geworfen, was man noch erwischen konnte. Da blieb es natürlich nicht aus, dass im Eifer des Gefechts so manch ein Wertgegenstand dabei zu Bruch ging. So gelangte einer der Nachbarn noch in letzter Minute auf den Dachboden. Dort waren einige Glasballons gelagert, die man zur Herstellung von Fruchtwein benötigte - schöne, große Gefäße mit zehn bis zwanzig Litern Inhalt. In der damaligen Zeit stellten solche Glasbehältnisse natürlich einen gehörigen Wert dar. Unser Nachbar erkannte sofort die Situation und reagierte steten Fußes und warf die Glasballons samt und sonders ebenfalls durchs Fenster auf den Hof. Wäre er doch nicht gar so reaktionsschnell gewesen, dann hätte vielleicht einer der Ballons überlebt! Sicher waren aber die zu Bruch gegangenen Ballons das geringste Problem, das man jetzt zu bewältigen hatte, war doch ein Großteil des stolzen Landgasthofs in Schutt und Asche gelegt. Die Welt ging aber weiter und der Wiederaufbau wurde sofort in Angriff genommen. Natürlich auch wieder mit Hilfe der umliegenden Nachbarn.  

Ein weiteres Unglück geschah aber dann bei den Bauarbeiten: Der »Haringer Naz«, ein Polier lehnte sich im Obergeschoss gegen einen Fensterstock, der aber noch nicht vermauert war. Daraufhin stürtzte er die 10 - 12 Meter in die Tiefe. Nach den uns vorliegenden Berichten war er sofort tot - ein tragischer Unfall! Zur Erinnerung existiert ein Marterl an der Kirche in Thal, es wird zwar derzeit restauriert - aber ab Frühjahr dürfte es wieder an seinem Platz stehen.

 

Landgasthof Stahuber:

unser Bier war schon immer ein Teil unserer Tradition!

 

Heute, und das heißt jetzt bereits auch schon wieder seit 70 Jahren, gilt bei uns das Motto »Unserainer trinkt Maxlrainer«. Aber nicht immer war Maxlrain unser Bierlieferant: bis 1938 wurde im Landgasthof Stahuber das Bier noch selbst gebraut. Und zwar sowohl »Dunkelbier« als auch »Helles«. Wahrscheinlich waren es mehrere Gründe, warum damals die eigene Brauerei eingestellt wurde. Einerseits ist kriegsbedingt Personalnotstand zu vermuten und andererseits ist anzunehmen, dass die Brauerei umgebaut und modernisiert hätte werden müssen, wozu aller Wahrscheinlichkeit das Geld fehlte bzw. die Rentabilität nicht mehr gegeben war. Die Zeiten hatten sich eben geändert. Nach unseren Aufzeichnungen war es der Kloo Anderl, der als letzter Thaler Braumeister seinen Dienst versah und anschließend ins »Württembergische« abwanderte und dort auch Zeit seines Lebens blieb. Besonders interessant ist natürlich in diesem Zusammenhang auch, dass Bierbrauen damals wie heute einiger Logistik bedurfte, und dies schlug sich z.B. in der Anzahl der »Rösser« nieder, die im Gutshof Großhöhenrain (so war die damalige Bezeichnung des Landgasthofs Stahuber) im Einsatz waren: 12 Kaltblüter samt zwei bis drei Rossknechten. Jeder, der frühere Verhältnisse nur ein wenig einschätzen kann, wird daraus die Bedeutung vom Landgasthof Stahuber ablesen können: der Gutshof war nicht nur Bierlieferant für die umliegenden Bauern, sondern natürlich auch Fuhrunternehmer. So schaffte man es damals innerhalb eines Tages mit einem entsprechend starken Gespann nach München-Ramersdorf und wieder zurück – eine beachtliche Leistung!

Wie aber kann man sich das Bierbrauen bis 1938 vorstellen? Zunächst war da das Kühlproblem: Im Winter wurde in einem 200 m vom Gutshof entfernten Weiher Eis gestochen. Dieses wurde dann im Eiskeller für das ganze Jahr eingelagert. Wieviel Personen letztendlich beim Bierbrauen beschäftigt waren, lässt sich heute leider nicht mehr nachvollziehen. Nachvollziehen lässt sich aber die Verwendung des Biers, das in Thal hergestellt wurde: ausschließlich für den Eigenbedarf – und das hieß, für den Landgasthof selber und für das Gasthaus Stahuber in Großhöhenrain, das in den 20er Jahren ebenfalls dazu gehörte. Und: an die umliegenden Bauern und Nachbarn – einen weiteren Biervertrieb gab es nicht. Und wo kamen die Rohstoffe zum Brauen her? Hier können wir heute nur Vermutungen anstellen. Am Wahrscheinlichsten ist es, dass Hopfenbauern aus der Hallertau nach München lieferten und dort die entsprechenden Rohstoffe gekauft wurden.

Was uns heute aus dieser »starken« Vergangenheit bleibt, ist die Verpflichtung an unsere Tradition: Aus diesem Grunde unterscheiden wir uns nach wie vor ... ein Braten mit Dunkelbiersoß' wird bei uns nach wie vor ohne »Retortenküche« hergestellt, unseren Senf machen wir nach wie vor selbst – und das Schnapsbrennen haben wir immer noch nicht aufgegeben. Probieren Sie es aus! Wir freuen uns immer auf Ihren Besuch in unserem Traditions-Wirtshaus in Thal / Gemeinde Feldkrichen-Westerham.