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20. November 2008: Martina Schwarzmann:
Plaudereien mit schwarzem Humor, Gedichte und Lieder mit Biss: die Kabarettistin Martina Schwarzmann faszinierte am 20. November 2008 das Publikum des vollbesetzen Veranstaltungsstadels im Landgasthof Stahuber. Obwohl die Witterung gar nicht mehr so angenehm, eher kalt und regnerisch war, um so herrlich spitzfindig, und auch hanebüchen waren die Betrachtungen von Martina Schwarzmann. Es schien, dass gerade durch dieses unwirtliche Wetter das Publikum erst so richtig vollen Herzens in das Motto des Abends einstimmte »So schee kons Leben sei«. Ganz unspektakulär mit einem »Griaß Euch« und ihrer Gitarre betritt Schwarzmann die Bühne und freut sich, denn: »immer wenn ich einen Auftritt hab, muss ich auf koa Party« - schon ist man mitten drin in einer losen Aneinanderreihung von (un-)möglichen Geschichten. Etwa der, wo dem Langhaarigen, der auf einer Party eingeschlafen ist, die Haare an die Tisch hingetackert werden und er dann dank einer Schere selbst entscheiden kann, »mit welcher Frisur er heimgeht«.. In einer gut dosierten Mischung zwischen frech und frivol kommt die 29-Jährige auf die weiten »Schnellscheißerhosen« zu sprechen, mit deren Trägern man Erdnussflips-Mikado spielen kann. Man fragt sich immer wieder: Ist das alles eine »Naiv-Masche« von Schwarzmann oder steckt mehr dahinter. Ist sie eher Unschuld oder derbe Klamaukmacherin. Bewegt sich der Humor an der Oberfläche oder geht er tiefer? Ganz klar: Schwarzmanns Masche ist die vermeintliche Naivität, die es ihr erlaubt, auch derbe Sprüche loszulassen, ohne dass diese ordinär wirken. In ihrem fast zweistündigen Programm reißt sie ein Dutzend Themen an, mal als kleine Geschichte, mal als Gedicht, mal in ein Lied verpackt. Vom »Wellnessen« im Bayerischen Wald, wo aus dem Metzgerwirt ein Wellness-Hotel mit gleichem Personal geworden ist, erläutert Schwarzmann, dass »Pressack koa Lifestylefood« ist, beklagt sich darüber, dass der frisch gebackene Zwetschgendatschi Zuhause von den »Lieben« ganz allein aufgegessen wurde und dass für sie kein einziges Stück übrig blieb ... da muss man halt genügsam sein, schließt sie ab. Schwarzmanns Spektrum ist breit: Um auf den Pflegenotstand aufmerksam zu machen, verspricht sie den Senioren, die sich nicht mehr bücken können, die Zehennägel zu schneiden; zu den Highlights zählt ihre Tirade aufs »Gschieß machen«, die Erinnerungen ans verhinderte Auswandern vom „Kletznsepp“ samt der wichtigen Erkenntnis, dass Jennifer sich von Genoveva ableitet. Eins bleibt auf jeden Fall festzuhalten: Das anwesende Publikum war mehr als zufrieden mit dem Abend. Auch wenn es nicht möglich war, in den Pausen Essen a la Carte anzubieten: die angebotenen Wiener Würstl fanden reißenden Absatz. Und für die Flüssignahrung war ja sowieso gesorgt... So kann wohl von einem überaus gelungenen Veranstaltungsabend im Landgasthof Stahuber gesprochen werden. |
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